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„Diven für Afrika“

Wann? Sonntag, 6. April, um 19:00 Uhr
Wo? Kulturzentrum franz.K

Benefiz-Gala für psychisch erkrankte Menschen in Afrika

Ein doppeltes Schnäppchen sondergleichen! Nicht nur, dass sich an diesem Abend genau jene Diven zusammen auf der Bühne einfinden, die alle unbedingt und schon lange mal sehen und hören wollen. Vielmehr besteht auch noch die einzigartige Möglichkeit, mit der Eintrittskarte eine richtig gute Sache zu unterstützen.

Ina Z, Dietlinde Ellsässer, Cake for Breakfast (Nadia Morlion, Tini Stiefelmayer, Katharina Ostarhild), Yahi Nestor Gahe und Janne Wagler lassen es so richtig krachen. Sie singen und tanzen, musizieren und schwadronieren und übertrumpfen sich gegenseitig einen Abend lang bis in nie gekannte Sphären von Glanz und Gloria.

Der Erlös geht an den Verein Menschen ohne Ketten e.V. (www.menschenohneketten.de). Dieser unterstützt seit 20 Jahren die Versorgung von psychisch erkrankten Menschen in der Elfenbeinküste und in Burkina Faso. Die betroffenen Menschen erhalten somit die Chance auf ein besseres Leben.
In einem einführenden Bericht gibt die zweite Vorsitzende des Vereins, Dr. Petra Zimmermann-Steinhart, einen Einblick in die engagierte Arbeit der Partnerorganisationen in Burkina Faso und in der Elfenbeinküste.

Die Diven stellen sich vor:

Ina Z.

Ich liebe es, großartige Kleider zu tragen. Normalerweise bin ich bodenständig und pragmatisch und finde Divenallüren eher weniger toll.

Ina Z. ist Gauklerin, Sängerin, Clownin, Stelzenläuferin und spielt Akkordeon

Ina Z. - nachgefragt
  • Sie haben die Benefizgala vor zehn Jahren ins Leben gerufen, organisiert und moderiert. Gibt es einen besonderen Moment, der Ihnen bis heute im Gedächtnis geblieben ist?

    Die Stimmung bei der Gala war grandios. Ich habe damals viel Zeit investiert und viel an der Entwicklung der Idee gearbeitet. Am Ende ist alles aufgegangen, alles hat gestimmt und zusammengepasst. Das war ein tolles Erlebnis.

  • Was machen Sie denn sonst so, mal abgesehen von dem sicher anstrengenden Divendasein, wo kann man Sie sehen?

    Ich bin immer wieder als Stelzenläuferin auf Sommerfesten unterwegs. Außerdem gehe ich mit meinem Gauklerprogramm als Minna in Senioren- und Behinderteneinrichtungen. Gerne würde ich auch wieder Liederabende mit eigenen Chansons machen, aber dazu fehlt mir gerade leider noch die Zeit.

  • Weshalb sind Sie bereit, sich für den Verein einzusetzen und noch einmal eine Gala auf die Beine zu stellen?

    Ich habe schon immer das Gefühl, dass es uns hier, im globalen Speckgürtel, verdammt gut geht. Und auch wenn wir die Verhältnisse nicht komplett ändern können, so möchte ich doch meinen Beitrag leisten und etwas machen und mich für etwas Sinnvolles engagieren. Eine Freundin erzählte mir von der Arbeit des Vereins, und das hat mich damals sehr berührt. Da gibt es Menschen, die haben schon unter einer schlimmen Krankheit zu leiden und müssen dann noch unter furchtbaren Umständen - arm, alleine, ausgestoßen, auf der Straße oder angekettet -  leben. Das finde ich entsetzlich. Darum unterstütze ich gerne die Arbeit des Vereins, die den betroffenen Menschen nachhaltig hilft.

  • Plötzlich Diva – wie fühlt sich das an?

    Super! Ich liebe es, großartige Kleider zu tragen. Normalerweise bin ich bodenständig und pragmatisch und finde Divenallüren eher weniger toll. Aber auf der Bühne kann man diese Allüren dann ungehindert mit Wollust ausleben.

  • Wie können sich die Zuschauenden am besten auf den Gala-Abend vorbereiten?

    Vorher einen Sekt trinken und entspannen.

  • Und vielleicht können Sie uns ja noch mit einer kleinen Kostprobe Appetit machen auf das, was uns am 6.4. erwartet

    Na, das Publikum darf sich auf die stimmungserhellendsten Diven der Region freuen! Künstlerinnen und Künstler aus den verschiedensten Kunstrichtungen werden auftreten und mit ihrem leidenschaftlichen Einsatz einen unvergesslichen Abend schaffen. Und ich werde mein aufsehenerregendstes Kleid anziehen.

Janne Wagler - nachgefragt
  • Weshalb sind Sie bereit, sich für den Verein einzusetzen und bei der Gala mitzumachen?

    Die Arbeit des Vereins hat mich sofort und unmittelbar angesprochen. Das Schicksal der psychisch erkrankten Menschen ist so krass und es ist hier nicht bekannt. In meinem Umfeld wussten die Wenigsten davon. Dabei geht es um Nichtwissen, um Ausgrenzung und Stigmatisierung. Weil die Gemeinschaft nicht anders kann. Da kommt man nur weiter über eine verstetigte, behutsame Aufklärung. Wenn sich das ein Verein zur Aufgabe macht, dann muss man das unterstützen!

  • Was machen Sie denn sonst so, mal abgesehen von dem sicher anstrengenden Divendasein, wo kann man Sie sehen?

    Wenn ich nicht Diva bin, dann hänge ich Scheinwerfer auf und ab. Ich bin von Haus aus seit 2013 ein Tourneetheater. 2021 bin ich dann sesshaft geworden, seitdem habe ich meine erste eigene Spielstätte im Theater Gobelin in Rottenburg, das ist eine schöne kleine Bühne. Dort gebe ich Schauspielkurse, Maskenbaukurse, Trainings, Coaching und bin freischaffende Theatermacherin. Außerdem habe ich zwei Kinder und zwei Enkelkinder und lebe seit 30 Jahren in Tübingen

  • Plötzlich Diva – wie fühlt sich das an?

    Als Künstlerin geht immer der Spot an auf mich als Solistin und das fühlt sich gut an. Obwohl ich mich nicht als Diva sehe. Aber natürlich ist man es gewohnt, die Fäden in der Hand zu haben. Bei Diva denke ich auch an etwas Ansprüchiges, Launisches. Der Kreis der Diven bei der Gala besteht aus sehr emanzipierten, klugen, toughen, selbstbewussten Frauen, die wissen, was sie wollen. Da fühle ich mich sofort zugehörig. In diesem Kontext bin ich gerne Diva und das ehrt mich auch.

  • Wie können sich die Zuschauenden am besten auf den Gala-Abend vorbereiten?

    Stift und Papier und Lust zu gucken mitbringen.

  • Und vielleicht können Sie uns ja noch mit einer kleinen Kostprobe Appetit

    – natürlich ohne schon zu viel zu verraten?

    Es wird eine kleine Performance geben „Material umarmt Körper“ und ich weiß noch nicht, was am Ende dabei herauskommt. Ich mache mich zur Projektionsfläche für das Publikum. Ich lade das Publikum ein zu schauen, zu empfinden und dies in Texten niederzuschreiben, die ich dann performe.

Janne Wagler

Wenn ich nicht Diva bin, dann hänge ich Scheinwerfer auf und ab. Ich bin von Haus aus seit 2013 ein Tourneetheater. 2021 bin ich dann sesshaft geworden, seitdem habe ich meine erste eigene Spielstätte im Theater Gobelin in Rottenburg, das ist eine schöne kleine Bühne.

Janne Wagler ist Theaterschaupielerin, Figurenspielerin, Autorin von Theaterstücken, Theaterpädagogin und Regisseurin, gibt Schauspiel- und Maskenbaukurse und hat eine eigene Spielstätte in Rottenburg, im Theater Gobelin.

Dietlinde Ellsässer

Ich trage eigentlich keine Divenkleider. Aber vielleicht sind damit ja Frauen gemeint, die im Licht funkeln und die was zu sagen haben, und das nehme ich dann gerne als Kompliment.

Dietlinde Ellsässer ist Mitgründerin des Theater Lindenhof, Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.

Dietlinde Ellsässer - nachgefragt
  • Sie haben schon bei der letzten Benefizgala mitgemacht, die vor zehn Jahren stattfand. Was ist Ihnen davon am besten in Erinnerung geblieben?

    Die Lebensfreude der Menschen und die gemeinsame Energie, die da entstand, als alle gemeinsam den Verein, die Projekte und die psychisch erkrankten Menschen unterstützen wollten, das war eindrücklich, daran erinnere ich mich sehr gut. .

  • Was machen Sie denn sonst so, mal abgesehen von dem sicher anstrengenden Divendasein, wo kann man Sie sehen?

    Ich bin Theaterschauspielerin, Kabarettistin, Clownin, Sängerin und Regisseurin und arbeite auch als Coach. Man kann mich in verschiedenen Theatern in und um Tübingen und im ganzen Ländle sehen. Mit meinen Programmen trete ich zum Beispiel auch im Hospiz auf oder bei Seniorennachmittagen. Regelmäßig schaue ich im Theater Lindenhof vorbei, das ich mitgegründet habe.

  • Weshalb sind Sie bereit, sich für den Verein einzusetzen und noch einmal eine Gala auf die Beine zu stellen?

    Auf die schlimme Situation der psychisch erkrankten Menschen in Westafrika muss man unbedingt aufmerksam machen. Es ist gut, dass der Verein diese schwierige Arbeit übernimmt. Unterdrückung jedweder Art ist mir ein Graus. Ich möchte die Vereinsarbeit unterstützen, weil ich mich gerne für eine Organisation engagiere, die sich für die Probleme in der Welt einsetzt. Den Sinn der Spenden kann ich unmittelbar sehen. Ich kann nachvollziehen, wie sehr meine Spende hilft. Das finde ich gut.

  • Plötzlich Diva – wie fühlt sich das an?

    Ich trage eigentlich keine Divenkleider. Aber vielleicht sind damit ja Frauen gemeint, die im Licht funkeln und die was zu sagen haben, und das nehme ich dann gerne als Kompliment.

  • Wie können sich die Zuschauenden am besten auf den Gala-Abend vorbereiten?

    Die Zuschauenden haben an diesem Abend ein gemeinsames Ziel: die Arbeit des Vereins zu unterstützen und damit das Leben der psychisch Erkrankten zu verbessern. Das wird gut, da ist man gerne dabei, darauf können sie sich freuen!  

  • Und vielleicht können Sie uns ja noch mit einer kleinen Kostprobe Appetit machen auf das, was uns am 6.4. erwartet

    Die Zuschauer erwartet eine sprühende Frauenenergie, Freude, Unterhaltung, ein kunterbunter Strauß, lauter einzigartige Wesen, die sich zusammentun und einen Abend gestalten, der ans Herz geht.

Yahi Nestor Gahe - nachgefragt
  • Weshalb sind Sie bereit, sich für den Verein einzusetzen und bei der Gala mitzumachen?

    Eigentlich wäre ich am 6. April in Abidjan, um dort als Direktor die Tanzbiennale zu eröffnen. Aber das Engagement für den Verein „Menschen ohne Ketten“ ist mir sehr wichtig, deshalb habe ich meinen Abflug verschoben. Ich habe einen persönlichen Bezug zu dem psychiatrischen Zentrum St. Camille de Lellis in Bouaké, das der Verein unterstützt. Mein Bruder ist psychisch krank und war dort. Die Mitarbeitenden haben sich sehr gut um ihn gekümmert und konnten meinem Bruder damals sehr helfen. Dafür bin ich sehr dankbar. Die Arbeit des Vereins ist sehr wichtig und wertvoll. Darum war es für mich keine Frage, dass ich meinen Beitrag zur Gala leisten möchte.

  • Was machen Sie denn sonst so, mal abgesehen von dem sicher anstrengenden Divendasein, wo kann man Sie sehen?

    Ich bin Choreograph, Tänzer, Tanzpädagoge, habe eine eigene Company und produziere eigene Stücke. Ich unterrichte an Realschulen, Gymnasien und Hochschulen. Als Direktor der Tanzbiennale der Elfenbeinküste ist mir die Vernetzung von Choreographen und Tänzern aus Deutschland und der Elfenbeinküste sehr wichtig. Jetzt beim Jahresempfang des Forum der Kulturen am 31.3. in Stuttgart trete ich als Tänzer auf.

  • Plötzlich Diva – wie fühlt sich das an?

    Toll! Ich bin ein Künstler, der für Gleichberechtigung steht und als Choreograph arbeite ich mit verschiedenen Facetten, mit Gegensätzen wie beispielsweise gut und böse, männlich und weiblich. Das ist für mich kein Tabu. In einem weiteren Sinn werden Diven vergöttert. Diese Weiblichkeit zelebriere ich gerne.

  • Wie können sich die Zuschauenden am besten auf den Gala-Abend vorbereiten?

    Einfach kommen!

  • Und vielleicht können Sie uns ja noch mit einer kleinen Kostprobe Appetit

    Das wird auf jeden Fall eine spannende Sache! Es geht um soziale und politische Themen, dazu werde ich in meinem ersten Teil eine Performance machen. Im zweiten Teil versuche ich, zwei Kulturen und Denkweisen zusammenzubringen, indem ich den afrikanischen Gumbootdance und den bayerischen Schuhplattler mische.

Yahi Nestor Gahe

Toll! Ich bin ein Künstler, der für Gleichberechtigung steht und als Choreograf arbeite ich mit verschiedenen Facetten, mit Gegensätzen wie beispielsweise gut und böse, männlich und weiblich.

Nestor Gahe ist Tänzer, Choreograf, Tanzpädagoge und Direktor der Tanzbiennale in der Elfenbeinküste.

cake for breakfast

(Nadia Morlion, Tini Stiefelmayer, Katharina Ostarhild)

Als Musikerinnen können wir uns in dieser Rolle  sehr wertschätzen, obwohl wir nicht unbedingt Diven sein wollen. Uns ist es  vor allem wichtig, unsere eigenen Musikstücke mit Herzblut zu singen. In diesem Zusammenhang fühlt sich das gut an.

cake for breakfast: drei Frauen aus Tübingen, die seit fast 25 Jahren zusammen Musik machen.

cake for breakfast - nachgefragt
(Nadia Morlion, Tini Stiefelmayer, Katharina Ostarhild)
  • Sie haben schon bei der letzten Benefizgala mitgemacht, die vor zehn Jahren stattfand. Was ist Ihnen davon am besten in Erinnerung geblieben?

    Die Idee einer Benefizgala zugunsten eines so wichtigen Projekts fand ich großartig. Und ich habe die gute Atmosphäre in diesem Kreis von tollen Kolleginnen sehr genossen.

  • Was machen Sie denn sonst so, mal abgesehen von dem sicher anstrengenden Divendasein, wo kann man Sie sehen?

    Wir treten als Band in der Regel zwei bis drei Mal im Monat irgendwo in der Umgebung von Tübingen auf. Wir machen dreistimmigen Gesang und spielen Gitarre, Geige und Mandoline. Unser Repertoire bewegt sich zwischen Tradition und Moderne. Wir haben uns versprochen, dass wir trotz Alltagschaos unsere Träume nie aufgeben. Dazu möchten wir Frauen mit unserer Musik Mut machen. Ansonsten haben wir auch noch Hauptberufe: Tini arbeitet als Lehrerin und ich als Waldpädagogin. Nadia ist selbständige Musikerin.

  • Weshalb sind Sie bereit, sich für den Verein einzusetzen und noch einmal eine Gala auf die Beine zu stellen?

    Als ich mich mit dem Anliegen des Vereins beschäftigt habe, hat mir das die Augen geöffnet dafür, was es bedeutet, in Westafrika psychisch erkrankt zu sein. Das Thema ist ja in der Öffentlichkeit nicht so präsent, es ist eher ein Nischenthema. Aber es ist ein wichtiges Thema und umso wichtiger finde ich es, dieser Problematik Raum zu geben. Da bringen wir uns gerne mit unseren Gaben ein.

  • Plötzlich Diva – wie fühlt sich das an?

    Als Musikerinnen können wir uns in dieser Rolle  sehr wertschätzen, obwohl wir nicht unbedingt Diven sein wollen. Uns ist es  vor allem wichtig, unsere eigenen Musikstücke mit Herzblut zu singen. In diesem Zusammenhang fühlt sich das gut an.

  • Wie können sich die Zuschauenden am besten auf den Gala-Abend vorbereiten?

    Man sollte ausgeschlafen und satt sein und Humor mitbringen.

  • Und vielleicht können Sie uns ja noch mit einer kleinen Kostprobe Appetit machen auf das, was uns am 6.4. erwartet

    Wir werden mit unserer Musik von unseren Wegen erzählen, die nicht immer geradlinig waren, und wollen unser Publikum verzaubern.