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Rückblick auf vier Wochen Ausstellung im Rathaus Biberach

Vier Wochen gehen schneller vorbei, als man denkt. Eben noch standen wir zwischen gerollten Bannern und authentischen Bildern im Foyer des Rathauses der Stadt Biberach, jetzt blicken wir dankbar zurück. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vor Ort war von Anfang an offen, unkompliziert und getragen von echtem Interesse. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Einen Monat lang waren die Fotoreportagen von Menschen ohne Ketten e. V. im Rathaus zu sehen. Bilder, entstanden auf mehreren Reisen an die Elfenbeinküste und nach Burkina Faso. Keine gestellten Motive, keine Hochglanzinszenierung. Sondern Begegnungen. Gesichter. Geschichten.

Immer wieder haben wir beobachtet, wie Besucherinnen und Besucher ihren eigentlichen Termin kurz vergessen haben. Sie blieben stehen, traten näher heran, lasen die Texte, kamen ins Gespräch. Manche stellten Fragen, andere erzählten von eigenen Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen im familiären Umfeld. Genau dafür machen wir das: um hinzusehen, wo sonst oft weggeschaut wird.

Bei zwei Führungen durch die Ausstellung, begleitet von Dr. Dumke, wurde deutlich, was ein engagierter, privater Verein vor Ort in Westafrika bewegen kann. Es geht nicht um schnelle Lösungen, sondern um Struktur, Aufklärung und konkrete Hilfe. Um Menschen, die angekettet waren, isoliert, ohne Perspektive – und die heute wieder Teil ihres sozialen Umfelds sind. Einige leben wieder bei ihren Familien, arbeiten, lachen, planen ihren Alltag. Das klingt schlicht. Ist es aber nicht.

Dass solche Entwicklungen möglich werden, verdanken wir vielen Beteiligten: den Partnern vor Ort, den Ehrenamtlichen, und nicht zuletzt den Menschen, die mit ihrer Spende Vertrauen schenken. Hilfe ist kein abstrakter Begriff. Sie ist konkret. Sie benötigt Organisation, Geduld und manchmal auch den Mut, unbequeme Themen sichtbar zu machen.

Die Ausstellung im Rathaus war dafür ein wichtiger Raum. Kein lauter, kein spektakulärer – aber einer, in dem Begegnung stattfinden konnte. Und genau das zählt.

Biberach – Bilder, die nicht wegsehen

Pressestimmen aus der Region

Die Fotoausstellung von Menschen ohne Ketten e.V. war kein lautes Event. Keine Show, kein Spektakel. Eher ein Raum, in dem Geschichten Raum bekommen haben. Geschichten von Menschen, die in schwierigen Lebenslagen stecken. Von Kindern, die nicht selbstverständlich zur Schule gehen können. Von Familien, die Unterstützung benötigen, weil Strukturen fehlen, die wir hier für gegeben halten.

Was in den Presseberichten beschrieben wird, war vor Ort spürbar: Begegnung. Gespräche, die leise beginnen und ehrlich enden. Besucherinnen und Besucher, die nachfragen, nicht aus Neugier, sondern aus echtem Interesse. Es ging nicht darum, Mitleid zu erzeugen. Es ging darum, hinzusehen. Und zu verstehen, dass Hilfe konkret sein kann.

Poster Ausstellungsplakat Biberach

Ausstellungsraum im Rathaus Foyer

Kultur in Biberach

Marilena Geckeler Stellvertretende Vorsitzende Menschen ohne Ketten e.V.

Michael Lieder Menschen ohne Ketten e.V.

Ausstellungsraum im Rathaus Foyer

Marilena Geckeler Stellvertretende Vorsitzende Menschen ohne Ketten e.V.

Ausstellungsraum im Rathaus Foyer